Das bessere Ende für den SCW

WASSERBALL. Die Männer des Schwimmclubs Winterthur haben sich für das Finale der Nationalliga-B-Meisterschaft qualifiziert – durch einen Sieg im Fünfmeterwerfen.

Das Hinspiel von Freitag endete 6:5 für Winterthur, das Rückspiel von Samstag im Hallenbad Geiselweid ging 7:6 für Bern aus. 12:12 lautete so das Ergebnis nach den beiden Partien des Nationalliga-B-Playoff-Halbfinals. So musste der Finalist im Fünfmeterwerfen erkoren werden. Winterthur gewann die Kurzentscheidung gegen Bern 3:1 und darf nun gegen Carouge den Meister der zweithöchsten Spielklasse ermitteln.

Das grosse Thema bei Trainer Radoslav Moldovanov war aber nicht das Weiterkommen, sondern die ungenügende Kaltblütigkeit im Abschluss. «So viele Chancen haben wir in meinem Leben noch nie verpasst», meinte er nach dem Rückspiel. Und ortete die Ursache im Kopf – darin, dass sein Team sich als besser besetzt erkannte und dachte, die Treffer könnten einfach so erzielt werden. «Erst als wir zwei Tore zurück lagen, haben wir angefangen, richtig zu spielen.»

Das war nach zwei Minuten des letzten Viertels. Da war die Final-Qualifikation plötzlich gefährdet gewesen. Unter anderen, weil die Winterthurer alleine im zweiten Viertel fünf Mal nur die Latte oder den Pfosten getroffen hatten. Am Freitag wiederum lag der SCW nach 13 Minuten mit 5:1 vorne – und das gegen die NLB-Mannschaft mit der statistisch besten Abwehr (6,7 Gegentreffer pro Partie). Danach gelang der Equipe jedoch nur noch ein Tor, mit dem Severin Frei Winterthur aber den Sieg sicherte.

Pazderas wichtiger Treffer

So war im zweiten Spiel alles bis am Ende eng. Ex-Profi-Wasserballer Zdeno Pazdera gelang 2:56 Minuten vor Schluss mit einem Rückhandwurf am Center der Treffer, der den SCW ins Fünfmeterwerfen rettete. Sandro Canonica, Dan Vallmitjana und Kaian Ammann erzielten dort die drei Tore für Winterthur, während für Bern nur Jan Brunner verwertete. «Es ist gut, dass wir auch gewinnen, wenn wir nicht so gut spielen», sagt der zweifache Torschütze Pazdera. skl

Nationalliga B Männer: Bern – Winterthur 5:6 (1:2, 1:3, 2:0, 1:1). – Torfolge: 0:2, 1:5, 4:5, 5:6. – Strafen gegen Bern 3, gegen Winterthur 3 und 1 Fünfmeter. – Bern: Stajkovic; Luzhnika, Bigovic, Pavlovic (2), Kräuchi (2), Takacs, Amati (1), Pfister, Gadola, Fischer, Ramsebner, Travaglini. – Winterthur: Henzi; Del Castillo, Frei (2), Gubler, Breitenmoser, Garne, Kaian Ammann (2), Sandro Canonica, Dan Vallmitjana (1), Ljubomirovic, Sawyers (1), Grandis, Philip Canonica. Coach: Moldovanov.

Winterthur – Bern 6:7 (1:1, 2:2, 1:2, 2:2). – Torfolge: 0:1, 1:2, 2:3, 3:4, 4:5, 4:6, 5:7, 6:7. – Strafen gegen Winterthur 4, gegen Bern 6. – Winterthur: Philip Canonica (für das Fünfmeterwerfen Henzi); Del Castillo, Frei (1), Gubler, Pazdera (2), Garne, Kaian Ammann (1), Sandro Canonica, Dan Vallmitjana (2), Ljubomirovic, Stutz, Grandis. Coach: Moldovanov. – Bern: Stajkovic; Luzhnica (2), Bigovic (1), Pavlovic (1), Kräuchi (1), Takacs (1), Amati, Pfister (1), Gadola, Ramsebner, Brunner.

Fünfmeterschiessen: Pazdera gehalten, Kräuchi verwirft, Sandro Canonica 1:0, Pavlovic gehalten, Dan Vallmitjana 2:0, Brunner 2:1, Kaian Ammann 3:1, Luzhnica verwirft. Winterthur damit im Playoff-Final.

Zweites Halbfinale: Am Freitag: Carouge – Lausanne 6:10. Am Samstag: Lausanne – Carouge 7:12.

Abschluss von Kaian Ammann

Viele Chancen ohne Tore: Kaian Ammann ist erfolgreich, doch die Referees annulieren den Treffer wegen eines technischen Vergehens. Stefan Kleiser