Das bessere Ende für den SCW

WASSERBALL. Die Männer des Schwimmclubs Winterthur haben sich für das Finale der Nationalliga-B-Meisterschaft qualifiziert – durch einen Sieg im Fünfmeterwerfen.

Das Hinspiel von Freitag endete 6:5 für Winterthur, das Rückspiel von Samstag im Hallenbad Geiselweid ging 7:6 für Bern aus. 12:12 lautete so das Ergebnis nach den beiden Partien des Nationalliga-B-Playoff-Halbfinals. So musste der Finalist im Fünfmeterwerfen erkoren werden. Winterthur gewann die Kurzentscheidung gegen Bern 3:1 und darf nun gegen Carouge den Meister der zweithöchsten Spielklasse ermitteln.

Das grosse Thema bei Trainer Radoslav Moldovanov war aber nicht das Weiterkommen, sondern die ungenügende Kaltblütigkeit im Abschluss. «So viele Chancen haben wir in meinem Leben noch nie verpasst», meinte er nach dem Rückspiel. Und ortete die Ursache im Kopf – darin, dass sein Team sich als besser besetzt erkannte und dachte, die Treffer könnten einfach so erzielt werden. «Erst als wir zwei Tore zurück lagen, haben wir angefangen, richtig zu spielen.»

Das war nach zwei Minuten des letzten Viertels. Da war die Final-Qualifikation plötzlich gefährdet gewesen. Unter anderen, weil die Winterthurer alleine im zweiten Viertel fünf Mal nur die Latte oder den Pfosten getroffen hatten. Am Freitag wiederum lag der SCW nach 13 Minuten mit 5:1 vorne – und das gegen die NLB-Mannschaft mit der statistisch besten Abwehr (6,7 Gegentreffer pro Partie). Danach gelang der Equipe jedoch nur noch ein Tor, mit dem Severin Frei Winterthur aber den Sieg sicherte.

Pazderas wichtiger Treffer

So war im zweiten Spiel alles bis am Ende eng. Ex-Profi-Wasserballer Zdeno Pazdera gelang 2:56 Minuten vor Schluss mit einem Rückhandwurf am Center der Treffer, der den SCW ins Fünfmeterwerfen rettete. Sandro Canonica, Dan Vallmitjana und Kaian Ammann erzielten dort die drei Tore für Winterthur, während für Bern nur Jan Brunner verwertete. «Es ist gut, dass wir auch gewinnen, wenn wir nicht so gut spielen», sagt der zweifache Torschütze Pazdera. skl

Nationalliga B Männer: Bern – Winterthur 5:6 (1:2, 1:3, 2:0, 1:1). – Torfolge: 0:2, 1:5, 4:5, 5:6. – Strafen gegen Bern 3, gegen Winterthur 3 und 1 Fünfmeter. – Bern: Stajkovic; Luzhnika, Bigovic, Pavlovic (2), Kräuchi (2), Takacs, Amati (1), Pfister, Gadola, Fischer, Ramsebner, Travaglini. – Winterthur: Henzi; Del Castillo, Frei (2), Gubler, Breitenmoser, Garne, Kaian Ammann (2), Sandro Canonica, Dan Vallmitjana (1), Ljubomirovic, Sawyers (1), Grandis, Philip Canonica. Coach: Moldovanov.

Winterthur – Bern 6:7 (1:1, 2:2, 1:2, 2:2). – Torfolge: 0:1, 1:2, 2:3, 3:4, 4:5, 4:6, 5:7, 6:7. – Strafen gegen Winterthur 4, gegen Bern 6. – Winterthur: Philip Canonica (für das Fünfmeterwerfen Henzi); Del Castillo, Frei (1), Gubler, Pazdera (2), Garne, Kaian Ammann (1), Sandro Canonica, Dan Vallmitjana (2), Ljubomirovic, Stutz, Grandis. Coach: Moldovanov. – Bern: Stajkovic; Luzhnica (2), Bigovic (1), Pavlovic (1), Kräuchi (1), Takacs (1), Amati, Pfister (1), Gadola, Ramsebner, Brunner.

Fünfmeterschiessen: Pazdera gehalten, Kräuchi verwirft, Sandro Canonica 1:0, Pavlovic gehalten, Dan Vallmitjana 2:0, Brunner 2:1, Kaian Ammann 3:1, Luzhnica verwirft. Winterthur damit im Playoff-Final.

Zweites Halbfinale: Am Freitag: Carouge – Lausanne 6:10. Am Samstag: Lausanne – Carouge 7:12.

Abschluss von Kaian Ammann

Viele Chancen ohne Tore: Kaian Ammann ist erfolgreich, doch die Referees annulieren den Treffer wegen eines technischen Vergehens. Stefan Kleiser

 

Erneut Schweizer Meisterinnen

WASSERBALL. Die Frauen aus Winterthur sind am Samstag zum zweiten Mal Schweizer Meisterinnen geworden. Dank eines hervorragenden letzten Viertels gegen Horgen.

Der Tag mit den letzten beiden Matches der Meisterschaft hätte schlechter kaum beginnen können. Am Samstag Morgen unterlagen die Winterthurer Wasserballerinnen überraschend der Stadtmannschaft Zürich mit 11:13. «Unser Spiel war schlecht, von ziemlich allen», urteilte die Winterthurer Topskorerin Katja Rauber. Die Zürcherinnen wiederum nutzten die vielen Ausschlüsse zu fünf Toren in Überzahl. Die Entscheidung fiel 42 Sekunden vor Ende, als die frühere Winterthurerin Erika Krey das 13:11 erzielte.

Allerdings hatte der Ausgang der Partie keinen grossen Einfluss auf die Chancen der SCW-Frauen, zum zweiten Mal nach 2014 den Meistertitel zu gewinnen. Im letzten Spiel gegen das zweitplatzierte Horgen musste nun einfach ein Sieg her statt eines Unentschiedens. Evelyn Thomas, Spielerin und Teamverantwortliche, gestand sogar, sie froh gewesen über die Niederlage: «Die Euphorie vor dem Spiel gegen Horgen wäre sonst zu gross gewesen, und Horgen ist eine mental sehr starke Mannschaft».

Gegen die Herausforderer agierten die Winterthurerinnen prompt aggressiv und konsequent und gewannen mit 10:6. Der SCW erarbeitete sich allein in der ersten Spielhälfte sechs gegnerische Ausschlüsse. Rauber war am Center nur durch Fouls zu stoppen: Daraus resultierten drei Treffer in Überzahl. Einzig die Chancenauswertung war ungenügend. Da die Horgnerinnen vor dem Tor effizienter agierten, stand die Partie nach zwei Vierteln noch 4:4 unentschieden.

Am Ende die bessere Equipe

Im dritten Viertel verpassten es die Frauen vom Zürichsee aber, zwei Strafen gegen Winterthurs Centerbackspielerin Benigna von Ballmoos zu nutzen. Im ersten Überzahlspiel traf Florence Kern die Latte, im zweiten wehrte Keeperin Anabel Vallmitjana gegen Tamara Iten ab. Das dritte Viertel endete torlos. In den letzten acht Minuten erwies sich Winterthur dann als das Team mit den grösseren Reserven.

«Wir spielten diese Saison generell gegen Schluss besser», sagt Rauber. «Jede Spielerin wusste, dass es darauf ankommt, und hat alles aus sich herausgeholt.» Die entscheidenden vier Tore gelangen innert zweier Minuten mit Würfen aus der Distanz: Nadja Hartmann zwei Mal, Athena Grandis und Linn Buob trafen zum 8:5. Die weiteren Treffer von wiederum Hartmann und Rauber zum 10:6 waren nur noch die Zugabe – als die erfolgreiche Titelverteidigung schon feststand.

Stefan Kleiser

Nationalliga Frauen: Stadtmannschaft Zürich – Winterthur 13:11 (3:1, 1:4, 5:1, 4:5). – Torfolge: 1:0, 3:1, 3:3, 4:6, 9:6, 9:8, 10:9, 11:10, 12:11, 13:11. – Strafen gegen Zürich 2, gegen Winterthur 8. – Zürich: Mloch; Krey Halloran (3), Badulescu (2), Manzoni, Frei, Villars (2), Mader, Adler (4), Howald, Mäder (2). Coach: Weber. – Winterthur: Vallmitjana; Buob (3), Siegrist, Schurter, Rauber (1), Canonica, Frei, van Westendorp (2), von Ballmoos (1), Nägeli, Thomas, Grandis (1), Hartmann (3). Coach: Moldovanov.

Winterthur – Horgen 10:6 (2:2, 2:2, 0:0, 6:2). – Torfolge: 0:1, 2:1, 4:2, 4:4, 5:5, 9:5, 10:6. – Strafen gegen Winterthur 10, gegen Horgen 9. – Winterthur: Vallmitjana; Buob (2), Siegrist, Schurter, Rauber (1), Canonica (2), Frei, van Westendorp, von Ballmoos, Nägeli, Thomas, Grandis (2), Hartmann (3). Coach: Krüsi. – Horgen: Vetterli; Nagy, Andrea Moor, Beerli, Jäger (1), Barbieri, Pape (1), Velikova (1), Item (2), Barbara Moor, Kern, Henzi, Iten (1).

Teamfoto der Damen

Am Ende die bissigere Equipe: Die Winterthurer Wasserballerinnen verteidigen mit einem Sieg über Horgen den im Vorjahr gewonnenen Meistertitel. Stefan Kleiser

Nadja Hartmann

Drei Tore im letzten Viertel: Nadja Hartmann bringt die Winterthurer Wasserballerinnen gegen Horgen in die Spur zum zweiten Meistertitel. Stefan Kleiser

 

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Souveräner Sieg gegen Nyon

WASSERBALL. Der SCW hält sich in der NLB mit einem 12:10 über Nyon in der Verfolgergruppe hinter Leader Kreuzlingen.

Basis für den Heimsieg von Samstag war die Arbeit in der Verteidigung. SCW-Trainer Radoslav Moldovanov hatte gegen den möglichen Playoff-Halbfinal-Gegner seine routinierten Wasserballer ins Becken geschickt. In der ersten Halbzeit liessen sie bei sechs gegen sechs fast keine Chancen zu. Der SCW führte nach 16 Minuiten. Nyon warf alle Tore bei Strafen gegen Winterthur.

Nach abwechslungsreichen ersten acht Minuten hatte es 2:2 gestanden, bevor sich Winterthur innert 51 Sekunden mit zwei Toren absetzte. Beim einen Treffer hatte Nyon Kaian Ammann am linken Flügel vergessen, beim anderen war Jahel Sawyers im Nachschuss erfolgreich gewesen. Danach lagen die favorisierten Winterthurer immer in Führung.

Chancen besser genutzt

Die Vorentscheidung fiel in der drittletzten Minute des dritten Viertels. Aneyrin Del Castillo nützte eine Überzahl-Situation, die sich nach einem Lattentreffer für einige Sekunden ergeben hatte, und Sandro Canonica traf nach einem schnellen Gegenangriff wenig später zum 9:5.

Insgesamt nutzte Winterthur die sich bietenden Gelegenheiten besser. Nur mit dem Ende war der Trainer nicht zufrieden. Fünf Gegentore im letzten Viertel, das waren Radoslav Moldovanov zu viel. Doch näher als zwei Tore kam der Gegner dennoch nicht mehr an sein Team heran. skl

 

Nationalliga B Männer: Winterthur – Nyon 12:10 (2:2, 4:1, 3:2, 3:5). – Torfolge: 0:1, 1:2, 4:2, 7:3, 7:5, 9:5, 9:7, 11:7, 11:9, 12:10. – Strafen gegen Winterthur 4 und 1 Penalty, gegen Nyon 4 und 1 Penalty. – Winterthur: Henzi; Del Castillo (2), Gubler, Gabriele, Pazdera (1), Stutz, Kaian Ammann (3), Sandro Canonica (2), Dan Vallmitjana (1), Ljubomirovic (1), Sawyers (1), Frei, Garne (1). Coach: Moldovanov. – Nyon: Papodopoulos; Torres, Gothuey (4), Nikcevic (1), Vaucher (3), Ferrer, Zbinden (1), Seewer, Ziegler, Rodogno, Möschberger (1). Coach: Kucharik.

 

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Teamcaptain Sandro Canonica und Winterthur besiegen auch Nyon. Stefan Kleiser

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Zweites Tor für Winterthur in der NLB: Tashi Garne wirft gegen Nyon das 11:7. Stefan Kleiser

 

 

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Ungefährdeter Sieg in Zollikon

WASSERBALL. Dank eines 21:13-Auswärtserfolges am Donnerstag bei Aquastar Küsnacht/Zollikon belegen die Winterthurer Wasserballer in der Nationalliga B nun alleine den zweiten Platz. Es war in dieser Saison der dritte Sieg im dritten Spiel über die Equipe vom Zürichsee. Zwar ging Aquastar nach 114 Sekunden in Führung, doch mit vier Toren in Folge rückten die Winterthur die Kräfteverhältnisse schon in den nächten vier Minuten zurecht.

Auch ohne die verletzten oder sonst abwesenden Silvan Ammann, Ruben Vallmitjana, Zdeno Pazdera und Jonas Fabech waren die Gäste individuell besser und breiter besetzt. Sie setzten sich immer wieder im Zweikampf durch und kombinierten zu schnell für die Aquastar-Verteidigung. Als Torschützen besonders hervor taten sich der nla-erprobte Jahel Sawyers und der erst 16-jährige Severin Frei. Zuvor mit 13 Toren in 12 Spielen, erzielte der Teenager gleich sieben Treffer.

 

Viele Tore, viele Strafen

Durch viele Strafen brachten sich die Winterthurer in der zweiten Spielhälfte selbst noch einmalin Bedrängnis, aber nur ein wenig. Als erster musste Sandro Canonica im dritten Viertel nach drei Strafen das Becken verlassen, zwei und vier Minuten später dann auch Dan Vallmitjana und Kaian Ammann. Prompt kam Aquastar mit vier Toren in Folge noch auf 13:15 heran. Doch die letzten sechs Treffer warfen wieder die Winterthurer zum letztlich klaren Sieg. skl

 

Nationalliga B Männer: Aquastar Küsnacht/Zollikon – Winterthur 13:21 (2:5, 4:5, 3:5, 4:6). – Torfolge: 1:0, 1:4, 2:6, 3:7, 4:9, 5:10, 7:10, 8:11, 8:13, 9:15, 13:15, 13:21. – Strafen gegen Küsnacht/Zollikon 10 und 2 Fünfmeter, gegen Winterthur 11 und 3 Fünfmeter und 1 Definitiver Ausschluss mit Ersatz.- Küsnacht/Zollikon: Moor; Rengel, Szasz (1), Moerland, Wiech (1), Balzam (3), Cuesta (4), Gröbli, Valko (1), Ferenczy (3), Petrov, Tijan, Stirnemann.- Winterthur: Henzi (ab 29. Philip Canonica); Del Castillo, Gubler, Rieder, Stutz (1), Kaian Ammann (4), Sandro Canonica (2), Vallmitjana, Garne, Sawyers (7), Frei (7), Philip Canonica. Coach: Moldovanov.

 

Severin Frei

Starkes Spiel: Der 16-jährige Severin Frei erzielte in Zollikon sieben Tore. Stefan Kleiser

Klarer Sieg gegen Swiss Team

WASSERBALL. Einen klaren Sieg haben die Winterthurer Wasserballer am Sonntag in der Nationalliga-B-Meisterschaft erzielt und damit den Kontakt zur Tabellenspitze gehalten. Beim 19:9 gegen das Schweizer U17-Nationalteam war der Gewinn der beiden Punkte nie gefährdet. Denn nicht nur eröffneten die favorisierten Gastgeber nach 31 Sekunden das Skore, sondern sie legten bis zur ersten Pause gleich noch fünf Treffer nach. Und bei Seitenwechsel stand es dann bereits 10:1 für Winterthur.

 

Zu überzeugen vermochte der SCW gegen die U17-Auswahl im Ausnutzen der Strafen: Vier von sechs Überzahlsituationen schloss der SCW mit einem Tor ab. Beim munteren Toreschiessen am eifrigsten beteiligten sich Kaian Ammann (sieben Treffer) sowie Jahel Sawyers (vier Einschüsse). «Es war ein Gegner, der es mir leicht gemacht hat», sagt Ammann. «Und weil Zdeno gefehlt hat, liefen mehr Angriffe über meine Seite.» Der frühere Profi-Wasserball Pazdera stand nicht im Aufgebot, um den jungen Spielern mehr Wasserzeit zu geben. «Aber nur gestern», betont Trainer Radoslav Moldovanov.

 

Einsatzzeit für alle

Tatsächlich wurde die Einsatzzeit gleichmässig unter allen Wasserballern aufgeteilt. «Wir hätten sonst auch 30:1 gewinnen können», meint Kaian Ammann. Es geht diese Saison aber nicht nur um Siege, sondern auch darum, die nachrückenden Talente Erfahrung sammeln zu lassen. Trotzdem hat Winterthur bisher 9 von 12 Spielen gewonnen und ist ein Kandidat für den Titel des besten Nationalliga-B-Teams. skl

 

Nationalliga B Männer: Winterthur – Swiss Team U17 19:9 (6:1, 4:0, 5:3, 4:5). – Torfolge: 6:0, 10:1, 10:4, 15:4, 17:5, 17:7, 18:8, 19:9. -Strafen gegen Winterthur 8, gegen Swiss Team U17 6 und 1 Fünfmeter. – Winterthur: Henzi; Del Castillo (1), Stutz (1), Frei (1), Rieder, Garne, Kaian Ammann (7), Sandro Canonica (2), Gubler, Dan Vallmitjana (2), Sawyers (4), Breitenmoser (1), Philip Canonica. – Swiss Team U17: Möckli; Noah Dudler (2), Mattoscio (1), Verhagen, Domokos, Knezevic, Scala (1), Lindner (2), Albers, Yannic Dudler (3).

 

Kaian Ammann

“Wir hätten auch 30:1 gewinnen können”: Kaian Ammann, siebenfacher Torschütze. Stefan Kleiser

Zwei klare Siege in Genf

WASSERBALL. Die erwarteten zwei Erfolge haben sich die Damen aus dem Schwimmclub Winterthur im Doppelspiel vom Samstag in Genf erspielt. Der Gegner, am Schluss der Frauenliga klassiert, blieb chancenlos, während sich die Winterthurerinnen alle Chancen auf die Verteidigung des Meistertitels wahrten. Im ersten der beiden Spiele, das 16:10 endete, fiel die Entscheidung nach ausgeglichenen ersten acht Minuten im zweiten Viertel, das die Gäste mit 5:1 für sich entschieden.

Als beste Torschützin konnte sich Athena Grandis auszeichnen, die sechs Mal erfolgreich war. In der zweiten Partie lagen die Winterthurerinnen nach 13 Minuten 3:5 in Rückstand, konnten das Skore aber bis zum Seitenwechsel ausgeglichen gestalten. Danach legten sie einen Gang zu und erarbeiteten sich innerhalb von acht Minuten einen Sechs-Tore-Vorsprung. Am Ende resultierte dann ein 18:8-Sieg. Die Winterthurerinnen bleiben damit an der Tabellenspitze. skl

 

Nationalliga Frauen: Genf – Winterthur 10:16 (3:4, 1:5, 3:5, 3:2). – Torfolge: 0:1, 1:2, 3:2, 3:7, 4:11, 5:13, 6:14, 7:15, 10:15, 10:16. – Strafen gegen Genf 5 und 1 Fünfmeter, gegen Winterthur 8 und 2 Fünfmeter. – Genf: Haldi; Mangin, Buri (4), Muelemann, Rose, Silvan, Volet, Cassuto (5), Cons, Barbosa (1). Coach: Staricco. – Winterthur: Vallmitjana; Krüsi, Grandis (6), Rauber (1), van Westendorp, Hoenig (3), von Ballmoos, Nägeli (2), Thomas (2), Hartmann (2).

 

Genf – Winterthur 8:18 (2:3, 3:2, 1:7, 2:6). – Torfolge: 0:1, 2:1, 2:3, 5:3, 5:11, 6:17, 8:17, 8:18. – Strafen gegen Genf 3 und 1 DM, gegen Winterthur 4 und 1 DM. – Genf: Haldi; Mangin, Buri (4), Muelemann, Rose, Silvan (1), Volet, Cassuto (1), Cons, Barbosa (1), De Wit. Coach: Staricco. – Winterthur: Vallmitjana; Krüsi, Grandis (4), Rauber (2), van Westendorp (3), Hoenig (7), von Ballmoos (1), Nägeli, Hartmann (1).

SCW hält Kontakt zur Spitze

WASSERBALL. Das Männer-Team des Schwimmclubs Winterthur hält in der Nationalliga B den Kontakt mit der Spitze. Am Freitag bezwang das Team von Coach Radoslav Moldovanov die U20-Equipe aus Schaffhausen mit 11:10 und steht damit bei sieben Siegen und drei Niederlagen. Zwar wurde es im Hallenbad Geiselweid am Ende nochmals eng. Dennoch war der Sieg nicht wirklich in Gefahr, denn Schaffhausen warf die letzten zwei Tore erst 34 und drei Sekunden vor der Sirene.

Den rettenden Vorsprung hatten sich die Winterthurer mit dem 4:1 gewonnenen dritten Viertel erspielt. Nach dem 9:5-Zwischenergebnis war es nur noch Kosmetik am Resultat, dass Schaffhausen die letzten acht Minuten mit 5:2 für sich entschied. Hätte Leo Brühlmann für die Gäste 4 1/2 Minuten vor Schluss nicht im Fünf-Meter-Duell gegen Nationaltorwart Luca Henzi gepatzt, hätte Winterthur aber vielleicht noch zittern müssen.

Wie bereits mehrmals in dieser Saison überzeugten die Winterthurer in den Spezialformationen. Nicht nur kassierte die Equipe bei fünf numerischen Unterzahlen keinen Gegentreffer, sondern nutzte auch drei von fünf Ausschlüssen gegen Schaffhausen zu einem Tor. Erfolgreichste Skorer für den SCW: Zdeno Pazdera mit vier Treffern sowie NLA-Rückkehrer Jahel Sawyers und der 17-jährige Pavle Ljubomirovic mit jeweils zwei erfolgreichen Abschlüssen. skl

Nationalliga B Männer: Winterthur – Schaffhausen U20 11:10 (2:1, 3:3, 4:1, 2:5). – Torfolge: 1:0, 2:1, 2:3, 5:3, 6:4, 9:5, 9:7, 10:8, 11:10. – Strafen gegen Winterthur 5 und 2 Fünfmeter, gegen Schaffhausen U20 5 und 1 Fünfmeter und 1 Definitiver Ausschluss mit Ersatz. – Winterthur: Henzi (von 25. bis 29. Philip Canonica); Del Castillo, Walker, Rieder, Pazdera (4), Stutz, Kaian Ammann (1), Sandro Canonica, Dan Vallmitjana (1), Ljubomirovic (2), Sawyers (2), Frei (1), Philip Canonica. Coach: Moldovanov. – Schaffhausen U20: Yannick Schmuki; Romano, Mattoscio (2), Joel Schmuki (2), Brühlmann (1), Oberholzer (3), Kuhn, Brogle, Neidhart (2), Ubertini, Corbach.

Bild von Pavle Ljubomirovic

Zwei Tore: Auch dank Pavle Ljubomirovic gewinnt der SCW gegen Schaffhausen. Bild Stefan Kleiser

 

Niederlage der Meisterinnen

WASSERBALL. Unerwartet haben die Winterthurer Wasserballerinnen am Sonntag ihr Heimspiel gegen Horgen verloren. Die amtierenden Schweizer Meisterinnen schafften es nicht, die Gäste von ihrem Spielkonzept abzubringen. Die ehemalige Nationalspielerin Erika Jäger setzte sich immer wieder am Center durch und warf fünf Tore. Und Jeanette Pape traf aus der Distanz ebenfalls vier Mal für die Gäste.Im Angriff agierten die Winterthurerinnen zu statisch und warfen viele Pässe ungenau. So resultierte am Ende ein 9:14. Die Niederlage sei aber «nicht so schlimm», befand Nationalspielerin Athena Grandis nach der Partie. Es sei ja erst das zweite Match der neuen Equipe gewesen. Nach dem Titelgewinn vom Sommer sind einige Leistungsträgerinnen zurückgetreten oder haben den Club verlassen. Und Torfrau Anabel Vallmitjana fehlte krank.

Allerdings liess das Team nach dem Rückstand zur Spielhälfte das Aufbäumen vermissen. Im Gegenteil gerieten die Winterthurerinnen, im dritten Viertel mit fünf Schweizer Meisterinnen von letzter Saison im Wasser, noch weiter in Rückstand. Bis die Differenz zum Gegner zu gross war zum Aufholen. Schmerzlich vermisste in dieser Phase man eine Leaderin wie Nikoletta Kotsidou, nicht nur Topskorerin, sondern auch Stütze in der Verteidigung.

Zeit, um noch zu reagieren

«Es hat einiges nicht gestimmt», monierte Coach Juan Vallmitjana, die ungenauen Pässe und ausgelassenen Torchancen erwähnend. Und sprach davon, dass man gewisse Dinge eben üben müsste. Vallmitjana meint aber, die Niederlage sei «zur richtigen Zeit gekommen, um noch zu reagieren». Allerdings haben die Winterthurerinnen im Kampf um die Titelverteidigung zwei Punkte verloren. Denn 2015 gibt es ja keine Playoffs mehr. skl

Nationalliga Frauen: Winterthur – Horgen 9:14 (1:1, 2:4, 4:6, 2:3). – Torfolge: 0:1, 2:1, 2:4, 3:7, 4:8, 5:11, 8:11, 8:14, 9:14. – Strafen gegen Winterthur 5 und 1 Fünfmeter, gegen Horgen 5. – Winterthur: Schneider; Buob (3), Nelson, Schurter, Rauber (4), Canonica, Frei, Von Ballmoos, Nägeli (1), Thomas, Grandis, Hartmann. Coach: Vallmitjana. – Horgen: Vetterli; Hagy, Moor, Beerli, Jäger (5), Widmer, Pape (4), Velikova (1), Barbieri, Hegetschweiler (1), Kern, Rüegsegger (2), Iten (1). Coach: Item.

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