Guter Start, schlechtes Ende

Geschrieben von Stefan Kleiser
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WINTERTHUR. Die Schwimmclub-Wasserballer hatten sich vorgenommen, am Sonntag mit einem Sieg im letzten Heimspiel der Saison gegen Lugano die ergebnismässig missratene Spielzeit ein bisschen freundlicher zu gestalten. Doch der angestrebte Erfolg glückte nicht: Es setzte eine 11:16-Niederlage ab. Der Kopf war nicht parat für den ersten Sieg in der National Waterpolo League 2012. «Wir haben zu schnell abgeschlossen», analysierte Torwart Philip Frei, Bester seines Teams, das Manko im entscheidenden letzten Viertel.

Die Gastgeber hatten zwar toll begonnen und lagen, begünstigt durch den glücklosen Keeper der Luganesi, rasch in Führung. 5:2 lautet das Zwischenresultat cosimobooks.com nach 6:44 Minuten. Nichts deutete auf die 15. Niederlage im 15. Spiel hin. Winterthurs Trainer Radoslav Moldovano nahm seine Spieler in Schutz und ortete auch eine schwache Schiedsrichterleistung: «Bei 5:2 bekommen wir zwei Mal einen Mann mehr nicht und erhalten im Konter ein Gegentor», ärgerte er sich. Im zweiten Viertel kamen Versäumnisse der eigenen Equipe dazu, und so stand es bei Spielhälfte plötzlich 7:10.

Eine Siegchance ausgelassen

Zwar kämpfte sich Winterthur nochmals heran, auch dank eines Fünfmeters, den Lugano aufgebrummt erhielt, weil ein Spieler mit bereits drei Strafen wieder eingesetzt wurde. Winterthur gleich auf 10:10 auf – doch danach gelang fast zehn Minuten kein Tor mehr, weil selbst beste Chancen ausgelassen wurden. Zdeno Pazdera, fünffacher Torschütze für Winterthur, konnte nur den Kopf schütteln: «Dass wir 5:2 führen und 11:16 verlieren, das ist einfach schlecht. Heute war eine gute Chance zu gewinnen».

Immer sei eines der Viertel schlecht und verhinderere das positive Ergebnis, hatte Trainer Moldovanov vor der Partie gemeint. Was er nicht wissen konnte: Dass gegen Lugano zwei Viertel ungenügend sein würden. Mit nur einem hätte Winterthur das letzte Heimspiel vor der Renovation des Hallenbads gewonnen. (skl)

NWL Männer. Winterthur – Lugano 11:16 (5:4, 2:6, 3:1, 1:5). – Torfolge: 2:0, 2:2, 5:2, 5:4, 6:4, 6:9, 7:10, 10:10, 10:16, 11:16. – Strafen: Winterthur 13 plus ein definitiver Ausschluss, Lugano 5. – Winterthur: Frei; Silvan Ammann, Saliba (1), Pazdera (5), Lazarevic, Kaian Ammann (2), Canonica, Müller (1), Rubén Vallmitjana, Gubser, Dan Vallmitjana (1), Siegfried (1). Coach: Moldovanov.